Seit mehr als neun Jahrhunderten ermöglichen die Compagnons du Devoir es,  jungen Leuten ihre Fertigkeit im Beruf den sie gewählt haben, bis zu einem hohen Niveau zu verbessern. Die Teilung von Kenntnissen und Können,  Reisen und Gemeinschaftsleben sind die Grundlagen der Compagnons du Devoir.

Unsere Schüler ziehen von Betrieb zu Betrieb, von Stadt zu Stadt, von Region zu Region, von Land zu Land. Mit einem Werkzeugkasten zu reisen ist ein Abenteuer, eine Selbstentdeckungsreise, eine Horizonterweiterung und eine Verbesserung der beruflichen Aussichten. Unterschiede werden zu Bereicherungen – Verständnisquellen die zur beruflichen und kulturellen Erziehung sowie zur Selbsterziehung beitragen. Da wir von unseren Schülern erwarten, für Auslandsreisen zugänglich zu sein, empfangen wir auch junge Leute die bestrebt sind sich mit uns in Frankreich auszubilden.

Arbeitgeber die in Partnerschaft mit den Compagnons du Devoir arbeiten, haben die Möglichkeit, fachverständige und zuverlässige Schüler mit unterschiedlicher Erfahrung einzustellen.  Solche junge Leute können ihre berufliche Kompetenz verbessern, Flexibilität und Motivation bringen und an einem Kulturaustausch teilnehmen. Es ist uns möglich, betrieblich angepasste Ausbildungsprogramme zu definieren. 

 

Es ist 1976, als die ersten Compagnons, vor allem Schreiner, in die Schweiz kommen. Das erste Haus der Compagnons entsteht in Lutry (VD), am Genfer See.

Seitdem haben uns viele andere Berufsgruppen besucht, angezogen vom einzigartigen Schweizer Know-how. Besonders Zimmermänner kamen um den Bau der Holz-Chalets in den Bergen zu entdecken. Dann, in den zweitausender-Jahren, haben sich die Dachdecker niedergelassen, fasziniert von den lokalen Spenglerei-Techniken. Seither haben viele andere Compagnons in der Schweiz ihr Glück gefunden und es gibt heute 75 „einheimische Gesellen“, die unsere Jugendlichen in ihrer Ausbildung betreuen. Im Moment gibt es das Haus in Lutry (VD) nicht mehr, aber wir haben in der Schweiz 6 Empfangsstellen für unsere Jungen in Fortbildung.

Die Association Ouvrière des Compagnons du Devoir et du Tour de France (AOCDTF) wurde 1941 gegründet, aber Gesellenbruderschaft ist viel älter, da die ersten Spuren schon im Mittelalter zu finden sind.

Am Anfang bot die Vereinigung den Jugendlichen nur eine Fortbildung in ihrem Beruf an, durch Reisen und gemeinschaftliches Leben; dies ist die Wanderschaft durch Frankreich. In den siebziger Jahren wird der AOCDTF ein Ausbildungszentrum und man kann somit, vor und während der Wanderschaft durch Frankreich, „chez les Compagnons du Devoir“-Berufsabschlüsse erlangen.

In der Vereinigung trifft man fortlaufend neue Berufe an: Kupferschmiede in den fünfziger Jahren und in jüngster Vergangenheit Landschaftsgärtner und Winzer. Dazu ist seit dem Jahr 2000 unser Bildungsweg den Frauen zugänglich.

Wir haben heute mehr als 10 000 Jugendliche, die in 30 Berufen ausgebildet werden und sich in ihrem Beruf, im Geist der Öffnung und des Teilens, erfüllen können.

Vor 500 Jahren waren schon 100 km eine richtige Reise ins Ausland! Heute wissen wir wie wichtig es ist, eine andere Sprache zu kennen. Deshalb beinhaltet der Ausbildungsweg unserer Jugendlichen mindestens einen einjährigen Auslandaufenthalt.

Wir haben gegenwärtig mehr als 400 Jugendliche ausserhalb Frankreich, auf 5 Kontinenten. Und wir haben Vereinigungen in der Schweiz, in Belgien, in Deutschland und in Grossbritannien. 

Nebst dem einjährigen Auslandaufenthalt für Jugendliche in Fortbildung, bieten wir unseren Lehrlingsgruppen berufliche Mobilität von unterschiedlicher Dauer in Europa an und arbeiten an gemeinsamen europäischen Bachelors, dank dem Stipendium „Erasmus+“ und dem europäischen Pilotprojekt „Jean Arthuis“.   

Schliesslich, stellen wir Compagnons- Berufsausbilder zur Verfügung, um in den Ländern auszubilden, die es beantragen.